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Allgemeine Sicherheitsregeln

Sehr geehrte Teilnehmer*,

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Um die Kennenlernphase zu Beginn des Workshops nicht zu sehr auszudehnen, erhalten Sie diese Empfehlungen und Sicherheitsregeln vorab schriftlich und ich setze diese zu Beginn des Workshops, mit Ihrer Unterschrift als gelesen und Verstanden voraus. Wir gewinnen so Zeit für das Wesentliche, das Holz.

Hier die wichtigsten Sicherheits-Regeln für den Kreativen Arbeitsplatz, um deren Beachtung ich Sie im eigenen Interesse und im Interesse der anderen Workshop-Teilnehmer*innen bitte.

1. Kleidung

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Tragen Sie der Arbeit entsprechend angemessene Kleidung, die schmutzig werden darf und stabile geschlossene Schuhe. Vermeiden Sie lose Kleidung, offene Jacken, Halstücher, Schals, Bänder, die von rotierenden Aggregaten erfasst werden könnten. Am besten Sie legen Schmuck (Ketten, Ringe, Uhren, etc.) ab. Längere Haare sollten zusammengebunden werden.

2. Schutzmittel

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Tragen Sie bei der Arbeit stets geeignete Schutzmittel: Handschuhe, Schutzbrille, Visier, Gehörschutz und Atemschutz. Nicht immer sind alle gleichzeitig notwendig. Aber Handschuhe, Atemschutz und Schutzbrille sind in den meisten Fällen sinnvoll. In Verbindung mit Bohrmaschinen können Handschuhe allerdings eher ein Risiko sein.

3. Sicherheitsabstände

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Ich habe die Arbeitsplätze grundsätzlich so angeordnet, dass die erforderlichen Abstände realisiert werden können. Es kommt vor das sich während der Arbeit Raum- und Platzsituationen verändern. Die Teilnehmer verpflichten sich darauf zu achten, die nötigen Abstände wiederherzustellen. Hierbei sind immer wieder Absprachen erforderlich. Sollte es zu Kettensägen-Einsätzen kommen bleiben Sie möglichst außerhalb der Zielrichtung des Kettensägenschwerts und achten Sie selber beim eigenen Einsatz darauf, dass andere sich nicht dort befinden.

4. Arbeitshaltung

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Achten Sie bei der Arbeit auf einen sicheren Stand. Vermeiden Sie Über-Kopf-Arbeit und Arbeiten in unstabilen Körperpositionen. Positionieren Sie nötigenfalls das Werkstück immer so, dass Sie ohne Verrenkungen in stabiler und entspannter Körperhaltung arbeiten können. Hierdurch werden auch eventuelle Körperverspannungen und Rückenschmerzen vermieden.

5. Fixieren des Werkstücks

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Grundregel: beide Hände gehören ans Werkzeug! Für das Festhalten/Fixieren des Werkstücks während der Arbeit sind Hilfsmittel wie Schraubstöcke, Sandsäcke, Spanngurte, etc. zuständig, auf keinen Fall eine der beiden Hände ans Werkstück. Die „Schraubstockhand“ ist gefährdet. Solange man eine laufende Maschine in der einen Hand hält, ist das Um-positionieren des Werkstücks und das Abwischen von Spänen mit der anderen Hand absolut zu vermeiden.

6. Der Umgang mit Schnitzeisen und -messern

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Schnitzmesser haben sehr scharfe und empfindliche Schneiden. Umso feiner die Klingen umso empfindlicher sind sie auch. In manchen Situationen kommt es vor das die Klinge sich im Holz verkeilt und man Mühe hat sie wieder aus dem Holz zu befreien. Hierbei ist darauf zu achten, dass sich die Klinge nicht verbiegt oder auch die Schneide abbricht. Eine verbogene Klinge ist sehr aufwendig zu Richten und eine abgebrochene Schneide aufwendig zu schleifen. Sollte sich mal eine Klinge verkeilen und Sie haben Schwierigkeiten die Klinge zu befreien. Ich stehe ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.Schnitzmesser werden möglichst so abgelegt, dass die Klingen von einem weg zeigen und man sie gefahrlos greifen kann.

7. Der Umgang mit elektrischen Geräten

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Bei Ungewissheiten und Zweifel benutzen Sie diese erst nach Einweisung. Dies gilt ganz besonders für den Einsatz von Kettensägen und Winkelschleifern. Die Benutzung unbekannter Maschinen ohne vorherige Einweisung birgt hohe Risiken. Die Unsachgemäße Handhabung lässt sich damit weitgehend vermeiden, wenn Sie sich die richtige Handhabung vorher erläutern lassen.

Häufige Fehler sind:

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  • Zu große Distanz zur Maschine

Mein Motto ist: Mensch und Maschine sollten eine Einheit werden, machen Sie die Maschinen zu einem Körperteil!

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  • Zu hoher und/oder unkontrollierter Krafteinsatz

Die Maschine arbeitet für Sie

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  • Falscher Einsatzwinkel oder Arbeitshaltung

gearbeitet wird vor dem Körper im Idealfall etwa auf Bauchnabelhöhe; bei den Frässcheiben etwa auf der Position 15 Uhr mit einem Winkel zwischen 20 und 30 Grad

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  • Verkanten

vor allem beim Sägen

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  • Fehlende oder mangelhaft justierte Sicherheitsvorrichtungen an Werkzeugen.

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  • Beim Winkelschleifer sind zu beachten:

    • Schutzabdeckung!?

    • Spannmutter/ Schleifaufsätze richtig angezogen!?

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  • Bei der Kettensäge sind zu beachten:

    • Ist die Kette richtig gespannt und noch scharf genug!?

    • Ist das Schwert festgeschraubt!? > es darf nicht wackeln

    • Öl Vorrat für Kettenschmierung ausreichend!?

Legen Sie Elektrowerkzeuge kontrolliert aus der Hand und achten Sie darauf wohin sie diese legen. Einige Maschinen (insbesondere Winkelschleifer) haben nach dem Ausschalten einen Nachlauf. Das heißt, sie kommen erst verzögert zum Stillstand.

 

Wenn Ihnen etwas merkwürdig vorkommt (Geräusche, Gerüche, Wackelkontakt, etwas lose ist) ignorieren Sie es bitte nicht. Schalten Sie das Gerät aus, ziehen Sie den Stecker. Ich werde es dann prüfen und ggfs. richten, oder aber aus dem Verkehr ziehen.

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Achten Sie auf ordnungsgemäße und trockene Stromzuführungen (Kabel, Schalter, Steckdosen). Wenn Sie diesbezügliche Mängel wahrnehmen, setzen Sie die Teile bitte nicht ein und weisen Sie mich auf den/die Mängel hin.

8. Gehen Sie nicht an Ihre Grenzen oder darüber hinaus

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Arbeiten Sie konzentriert und umsichtig. Machen sie Pausen und nehmen Sie sich Zeit. Ermüdung und Ablenkung verursacht Konzentrationsmängel mit erhöhtem Fehlerrisiko. Alkohol und Drogen haben dieselbe Wirkung und sind deshalb während der Arbeit indiskutabel.

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  • Bei mir werden keine Wettbewerbe geführt oder auch Rekorde aufgestellt. Unter Zeitdruck arbeiten erhöht das Unfallrisiko enorm.

 

Für diejenigen, die diese Regeln nicht ernst nehmen möchten: Warnung! Fahrlässigkeit wird selten sofort bestraft. Es geht zuvor oft lange gut.

 

Für diejenigen, die sich nun zu sehr verunsichert fühlen, möchte ich noch Ermutigen! Umsicht, Augenmaß, Ruhe und Konzentration ist mehr als die halbe Miete, um gesund, unversehrt davon zu kommen und man wird mit einem wundervollen Kunstwerk belohnt.

9. Hinweise zu den besonderen Eigenschaften von Holz

 

Holz ist ein natürlicher Roh-/Werkstoff, mit einigen Besonderheiten:

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1. Holz ist eher inhomogen, das gilt insbesondere für Holzrohlinge, wie sie bei mir be-/verarbeitet werden. Jedes Stück Holzrohling ist von Anfang an ein Unikat.

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2. Holz kann von Schädlingen befallen sein/werden: Gängig sind Holzwurm, Pilze, Fäulnisstellen, etc. Ggfs. sind entsprechende Behandlungen oder das Entfernen der schadhaften Stellen sinnvoll oder auch erforderlich.

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3. Hölzer können giftige Eigenschaften haben. Das kann sich auf verschiedene Pflanzenteile (Holz, Rinde, Saft, Blätter/Nadeln/Früchte, Fruchtkerne) beziehen. Bisher sind mir keine Vergiftungssymptome aufgefallen, aber das ist keine generelle Entwarnung.

 

4. Das Einatmen von Holzstaub ist nicht unbedenklich. Soweit es geht gilt dies zu vermeiden und sich davor durch eine Staubmaske zu schützen.

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5. Durch Trocknung schwindet das Holz. Dadurch verliert das Holz an Substanz, was sich durch Risse und Verziehen bemerkbar machen kann.

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6. Holz kann auch frisch (gefällt/geschlagen) noch (grün/feucht) bearbeitet werden. Das geht oft sogar leichter als bei den durchgetrockneten Hölzern. Bei der Oberflächenbehandlung gibt es dann allerdings Einschränkungen. Der Feinschliff und das Ölen, Wachsen, Beizen, etc. ist meist erst nach einer gewissen Trocknungsphase möglich.

Bestätigungserklärung

 

Mit Ihrer Unterschrift bestätigen Sie, die Allgemeinen Sicherheitsregeln von Seite 1 bis einschließlich Seite 5 erhalten, gelesen und verstanden zu haben. Mit Ihrer Unterschrift akzeptieren Sie ebenso, dass es bei grob fahrlässiger Nichteinhaltung dieser Regeln zum sofortigen Ausschluss des Workshops durch den Kursleiter führen kann und eine nachträgliche Rückerstattung der Teilnahmegebühren ausgeschlossen ist.

 

Im weiterem weise ich hiermit darauf hin, dass die Teilnahme auf eigene Gefahr erfolgt und Sie nicht automatisch unfallversichert sind.

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